• Jenny Jaumann

 Jenny Jaumann

Mein ganz eigener Hund wartet noch irgendwo auf mich. Aber der Wunsch, meinen Lebensweg mit einem zu teilen, begleitet mich schon seit ich denken kann. Realistisch umsetzbar war das Zusammenleben mit einem eigenen Hund bisher jedoch einfach noch nicht. Somit habe ich den Traum, mehr mit diesen liebevollen Vierbeinern zu tun zu haben, sehr lange vor mir hergeschoben und für unmöglich erklärt.

Im März 2017 veränderte sich dann jedoch einiges für mich. Als Mitglied eines Tierschutzvereins war ich für eine Woche in unserem Tierheim in Rumänien, um vor Ort anzupacken und mitzuhelfen. Diese Zeit, umgeben von zahlreichen Hunden, machte mir bewusst, dass sich etwas ändern muss. Zurück in Deutschland begann ich, Hunde zeitweise bei uns Zuhause zu betreuen oder mit ihnen Gassi zu gehen, wenn Herrchen oder Frauchen mal keine Zeit hatten. Ich merkte schnell, dass ich mein Wissen über diese Tiere vertiefen, ihr Lernen und Verhalten besser verstehen und meine Tätigkeit professioneller gestalten wollte. Also machte ich mich auf die Suche nach einer Ausbildung zur Trainerin für Menschen mit Hund.

Da auch unter Freunden bekannt war, dass ich mit meinem eigentlichen Beruf im Vertriebsinnendienst mehr als unzufrieden und gleichzeitig fasziniert vom Thema Hund war, wurde mir von zwei Bekannten unabhängig voneinander Ilka und ihre Hundeschule SyMeHu empfohlen. Aus der Absicht, bei Ilka  erst einmal in den Beruf als Trainerin reinschnuppern zu können, wurde tatsächlich letzten Endes eine Ausbildung.

Das Verrückte an all dem – zwischen all den Hundeschulen und verbreiteten konventionellen Trainingsmethoden bin ich ausgerechnet bei Ilka gelandet und lerne von Anfang an wie man es richtig macht. Mir ist es wichtig, jedem Lebewesen mit Respekt zu begegnen, mein Gegenüber bestmöglich zu verstehen und angemessen reagieren zu können. Das Training mittels positiver Verstärkung ermöglicht genau das: Den anderen aufmerksam zu beobachten und gewaltfrei zu kommunizieren. Dabei wird der Fokus in der Beziehung zwischen Hund und Halter auf das Positive gerichtet und diese Aspekte gestärkt.

Ich freue mich besonders darauf, in der individuellen Zusammenarbeit Mensch-Hund-Teams dabei unterstützen zu können, Verständnis und Aufmerksamkeit für einander zu entwickeln, Sicherheit und Vertrauen auszubauen und letztendlich gemeinsam Erfolge im Zusammenleben zu feiern.

Nach der Ausbildung möchte ich auf jeden Fall nicht aufhören zu lernen und mein Wissen über das Leben und Trainieren mit Hunden regelmäßig durch Seminare, Workshops, Bücher und Co. weiter vertiefen.

Und irgendwann, ganz bald, das weiß ich, ist es dann Zeit für meinen ganz eigenen vierbeinigen Lebenswegbegleiter.