• Ronja Harste

Ronja Harste

Seit ich denken kann, haben Tiere mich magisch angezogen und ich konnte stundenlang damit verbringen sie in ihrem Verhalten zu beobachten. Im Alter von 6 Jahren fing ich mit dem Reiten an. Pferde mit ihrem ausgeprägten Sozialverhalten in der Herde waren großartige Lehrmeister in der Tierkommunikation für mich und begleiten mich bis heute.

In 2020 konnten mein Mann und ich uns unseren Wunsch vom eigenen Hund erfüllen und Jamie, ein Bretonen-Mischling aus dem Tierschutz, bereichert seitdem unser buntes Rudel.Da ich von Anfang an alles „richtig“ machen wollte, habe ich mich frühzeitig mit dem Thema Hundeverhalten und -erziehung auseinandergesetzt und verschiedene Trainer, Hundeschulenund Seminare besucht.

Da Jamie nicht als junger Hund sondern im Alter von rund 3 Jahren zu uns kam, brachte er seine kleineren und größeren Päckchen mit und hat uns mit seinem rassetypischen Jagdtrieb und seiner Leinenaggression gegenüber fremden Hunden vor einige Herausforderungen gestellt. Sowohl bei Hundebegegnungen als auch im Jagdverhalten wurde mir schnell bewusst, dass der Schlüssel zum Erfolg für uns auf einem angemessenen Erregungsniveau und einem besseren Verständnis von Jamies Bedürfnissen beruht.

Um diese Bedürfnisse besser verstehen und bestmöglich befriedigen zu können sind wir schnell ins Hundebegegnungs- und Jagdkontrolltraining gerutscht, mit dem Ziel Spaziergänge für beide Seiten entspannt und frustfrei gestalten zu können. Zur Beschäftigung und um die Bedürfnisse aus dem jagdlichen Kontext aufzugreifen, haben wir neben dem Aufgreifen von Jamies Hobbys, die er genetisch bereits anbietet, mit Dummyarbeit und Mantrailing angefangen. Das schöne dabei ist, dass die Mensch-Hund-Teams gemeinsam bestimmte Aspekte der Jagdsequenz durchlaufen können ohne dabei andere zu gefährden.

Nachdem ich mich immer mehr mit der komplexen Materie Hundeverhalten auseinandergesetzt habe, zahlreiche Mensch-Hund-Teams kennengelernt und aufmerksam auf unseren Spaziergängen beobachtet habe, erwuchs immer stärker der Wunsch selbst Teams auf ihrem Weg zu einem harmonischen, entspannten Miteinander begleiten zu dürfen. Leider sieht man überall, wie sowohl bei den Hundehaltern, aber auch bei Hundeschulen immer nochmit Bestrafung und Ängstigung der Hunde gearbeitet wird. Für mich war von Anfang an klar, dass es andere Wege der Hundeerziehung geben muss. Daher freue ich mich nun umso mehr bei Ilka & ihrem Team die Ausbildung beginnen zu können, um mein Verständnis der Arbeit mit Mensch-Hund-Teams basierend auf positiver Verstärkung zu vertiefen.